Brennelementefabrik

Damit Atomkraftwerke betrieben werden können, müssen Brennelemente gefertigt werden. Dafür gibt es Brennelementefabriken, die angereichertes Uran (beispielsweise aus der einzigen deutschen Anreicherungsanlage im münsterländischen Gronau) weiterverarbeiten. Die einzige in Deutschland betriebene Brennelementefabrik steht in Lingen. Hier stellt Areva Brennstoff für AKW auf der ganzen Welt her. Im sogenannten Atomausstieg bis 2022 ist die Anlage nicht enthalten, obwohl sie viele Atomkraftwerke vor allem in Europa versorgt und eines der größten Drehkreuze für Atomtransporte darstellt: Von hier kommen und gehen wöchentlich LKW-Transporte mit radioaktiver Ladung. Für diese Atomtransporte gibt es keinerlei Schutz oder ausreichende Notfallpläne – gerade Unfälle können mit dem radioaktiven Material jedoch sehr gefährlich werden (mehr Infos zu Atomtransporten von und zur Brennelementefabrik in Lingen).

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Bescherung für Areva – Heiligabend 2015

Proteste

An der Brennelementefabrik war es – im Gegensatz zu den AKW – lange recht ruhig und es gab wenig Proteste. Das änderte sich erst in den letzten Jahren. So gab es 2012, 2013, 2014, 2015 (nochmal 2015) und 2016 Blockaden der Fabrik in Lingen, eine Aktion nach einer internationalen Urankonferenz und 2016 zwei Demonstrationen, die sich vor allem gegen die Brennelementefabrik richteten.