Pressemitteilung: Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller!

Pressemitteilung: Aachen/Buir/Düsseldorf/Hamburg, 19.12.2017

Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller!

Anti-Atomkraft- und Anti-Kohle-Initiativen sowie Umweltverbände wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf des NRW Ministerpräsidenten Laschet, den im AKW Tihange produzierten Atomstrom durch Braunkohlestrom aus NRW zu ersetzen. Wie Studien belegten ist die sofortige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 problemlos möglich – dazu bedürfe es keiner neuen Stromtrasse. Es gebe darüber hinaus viel bessere, kurzfristigere und dezentrale Möglichkeiten, in Zukunft auch den übrigen Atomstrom in Belgien zu ersetzen.

Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. In Nordrhein-Westfalen werden jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Etwa ein Drittel davon geht auf das Konto der rheinischen Braunkohle, die rechnerisch ohnehin nur Strom für den Export produziert, da der Strommarkt im Inland übersättigt ist. Continue Reading →

Pressemitteilung „Gutachten: Uranfabriken können stillgelegt werden“

Gronau/Münster/Bonn/Berlin/Aachen, 16. November 2017

Gutachten: Uranfabriken können stillgelegt werden
– „Jamaika muss in Gronau und Lingen nun Ernst machen“
– Brennelemente-Exportstopp von Lingen nach Belgien Konsens

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die atomkritische Ärztevereinigung IPPNW sowie mehrere regionale Anti-Atomkraft-Initiativen begrüßen das neue Rechtsgutachten des Bundesumweltministeriums zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau und der Brennelementefabrik Lingen. „Wir freuen uns, dass die beiden Gutachter zu dem klaren Ergebnis kommen, dass sowohl die Urananreicherung in Gronau wie auch die  Brennelementeproduktion in Lingen „rechtssicher“ beendet werden können. Das stützt unsere Rechtsauffassung und ist nun ein klarer Handlungsauftrag an die
Jamaika-Sondierer in Berlin sowie die betroffenen Landesregierungen in NRW und Niedersachsen,“ so Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und zugleich Mitglied des örtlichen Arbeitskreises Umwelt (AKU) Gronau.

Vor dem Hintergrund des neuen Rechtsgutachtens, das Ministerin Hendricks jetzt auf den letzten Metern ihrer Amtszeit vorlegt, ist es völlig unverständlich, warum sich in den letzten Jahren politisch so wenig getan hat in Sachen Urananreicherung und Brennelementeproduktion. „Wir erwarten nun von den Jamaika-Parteien, dass sie die Stilllegung der beiden letzten Atomanlagen in Deutschland einleiten, für die bislang kein verbindliches Ausstiegsdatum festgelegt wurde. Wir erinnern daran, dass in NRW sowohl die CDU unter Ministerpräsident Armin Laschet wie auch die FDP unter Parteichef Christian Lindner gemeinsam mit den Grünen ein Ende der Brennelementexporte von Lingen zu den Pannenreaktoren Tihange und Doel in Belgien gefordert haben – hier gibt es also eine gemeinsame Ausgangsbasis. CDU, FDP und Grüne stehen in Berlin, aber auch in Düsseldorf und Hannover im Wort,“ forderte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Continue Reading →

Brennelemente aus Lingen für finnischen AKW-Neubau

Aus der Brennelementefabrik in Lingen wird auch ein finnischer AKW-Neubau in Olkiluoto versorgt, wie finnische Medien berichten. Der Neubau von Areva machte bereits durch zahlreiche Skandale beim Bau auf sich aufmerksam.  Wahrscheinlich ist am gestrigen Samstag ein Transport von Brennelemementen aus Lingen über Hamburg ins AKW Olkiluoto in Finnland gestartet. Der Frachter „Link Star“, der Samstag erneut in Hamburg ablegte, wurde von Atomkraftgegner*innen als eines der Schiffe identifiziert, die regelmäßig Atomtransporte durchführen. Da die Transporte der „Link Star“ in diesem Jahr zunehmen, vermuten Atomkraftgegner*innen, dass die neuen Brennelemente für den Probebetrieb des neuen AKW bestimmt sind. Dadurch wird klar, dass die Bundesrepublik Deutschland, die angeblich aus der Atomtechnologie aussteigt, weiter hilft, diese Technologie andernorts auszubauen. Continue Reading →

500 Menschen bei Lingen-Demo 2017

 Mit einer internationalen Demonstration am Atomstandort Lingen haben knapp trotz Regens knapp 500  Menschen am heutigen Samstag, 9. September, ein deutliches Zeichen für einen umfassenden und sofortigen Atomausstiegs gesetzt. Die Demonstration stand unter dem Motto: „Uranfabriken in Lingen und Gronau schließen! Brennstoff-Exporte verbieten! Atomkraftwerke abschalten!“ Die Forderungen richteten sich zwei Wochen vor der Bundestagswahl an die (zukünftige) Bundesregierung sowie an die  (zukünftige) Landesregierung in Niedersachsen und die Landesregierung in NRW. Continue Reading →

Info-Veranstaltungen

Wir möchten euch im Vorfeld der Lingen-Demo (9.9.) zu folgenden Info-Veranstaltungen über den Atomstandort Lingen und die Brennelemente-Exporte nach Belgien und Co einladen:

  • 28.08.Lingen: 19.00 Uhr Kolpinghaus, Burgstraße 25
  • 28.08 Schüttorf,. 19.30 Uhr Alte Kirchschule, Kirchgasse 2
  • 29.08. Osnabrück, 19.00 Uhr Universität, EW-Gebäude, Seminarstraße 20
  • 07.09. Dülmen, 19 Uhr Hotel zum Wildpferd, Münsterstraße 52

Im Anschluss an die Demo findet am 9.9. um 18 Uhr im Kolpinghaus Lingen eine Info-Veranstaltung mit dem Redner der Demo, Almoustapha Alhacen, Sprecher der
Nichtregierungsorganisation ONG Aghirin’man (Schutz der Seele) aus Arlit (Agadez) im Niger und weiteren Gästen aus Tansania statt.

Am 10.09. gibt es um 11 Uhr eine politischen Talk mit Brunch mit Almoustapha Alhacen, weiteren Gästen aus Tansania, Sofa Münster und dem Linken Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel. Linkes Zentrum Münster, Achtermannstraße 19.

Jetzt für Lingen-Demo am 9.9.2017 mobilisieren

Liedermacher Gerd Schinkel und die Peace Development Crew aus Hannover werden am 9.9. für Musik sorgen, Redner_innen aus Belgien, Russland und dem Niger haben bereits zugesagt, Plakate und Flyer sind gedruckt, unsere Webseite zur Lingen-Demo 2017 aktualisiert (und es geht weiter…), so dass wir uns nun über tatkräftige Unterstützung bei der Mobilisierung freuen:

  • bestellt Flyer + Plakate
  • unterzeichnet den kurzen + knackigen Demo-Aufruf mit eurer Gruppe, Initiative, Umweltverband, Partei…
  • organisiert Busse und Mitfahrgelegenheiten
  • erzählt Freund_innen und Bekannten von der Demo
  • und natürlich: seid am 9.9. um 13 Uhr am Bahnhof Lingen dabei!!!

 

50.000 bei Menschenkette – Brennelemente-Export im Bundestag

50 000 Menschen kamen zur 90 km langen Menschenkette durch drei Länder von Aachen über Maastricht nach Tihange! Damit war dies mit Abstand die größte Anti-Atom-Demo seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima und ein klares Zeichen, dass nicht nur die Skandalreaktoren in Tihange und Doel, sondern auch die anderen AKW in Frankreich, den Niederlanden und hier in Deutschland sofort abgeschaltet werden müssen! Aus Münster waren zwei Bussen unterwegs und haben an der Maas mit vielen Leute aus Belgien, Frankreich und Deutschland demonstriert. Auf besonderes Interesse stießen bei den belgischen Freunden die schizophrene Haltung der Bundesumweltministerin Hendricks (SPD), die ein Abschalten von Tihange 2 und Doel 3 fordert, aber gleichzeitig Brennelemente und Uran an diese Reaktoren liefern lässt (Flyer dazu in Englisch)

Die Bundesregierung sowie die neue NRW-Landesregierung und die niedersächsische Landesregierung müssen endlich ein Exportstopp für Brennelemente aus Lingen und angereichertes Uran aus Gronau verhängen, damit die Belieferung der Pannen-Reaktoren aufhört.

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Greenpeace blockiert Brennelemtefabrik

Nach fast fünf Jahren mit Blockaden an der Brennelementefabrik ist die Brennstofflieferung aus Lingen nun deutlich mehr in den Fokus gerückt: Die Tagesschau thematisierte den Export von Brennelementen in die Risse-Reaktoren in Belgien und jetzt ist auch Greenpeace aktiv geworden und hat die Brenenlementefabrik für 11 Stunden blockiert. Die Aktivist*innen waren in einer aufwändigen Betonkonstruktion angekettet. Erneut schaffte es der Nicht-Ausstieg aus der Belieferung der Atomindustrie weltweit in die Schlagzeilen.

Mehr Informationen dazu hier bei Greenpeace

Belgische Atomkraftgegner fordern Brennelemente-Exportstopp

Brief an Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Gemeinsame Pressemitteilung vom 11.04.2017

Belgische Atomkraftgegner der Initiative „11maart beweging“ fordern in einem Schreiben an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn die umgehende Rücknahme der Ausfuhrgenehmigungen für Brennelemente aus dem emsländischen Lingen für die belgischen Pannenreaktoren in Doel und Tihange.

Die „11.-März-Bewegung“ wird in Deutschland von dem Münsteraner Fachanwalt Wilhelm Achelpöhler vertreten und von Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden solidarisch unterstützt. Das Schreiben befindet sich hier (pdf).

Die belgischen und deutschen Atomkraftgegner sind insbesondere von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks enttäuscht, die sich öffentlich zu Recht für die Stilllegung der gefährlichen Reaktoren eingesetzt hat. Inzwischen wurde aber bekannt, dass das Bundesumweltministerium über das in Atomfragen untergeordnete BAFA zeitgleich Brennelementexporte von Lingen nach Belgien durchgewunken hat, die den Weiterbetrieb just dieser Reaktoren überhaupt erst ermöglichen. Bisher haben 20 der 50 genehmigten Transporte stattgefunden. Dass innerhalb der nächsten 12 Monate weitere 30 Transporte von Lingen nach Doel oder Tihange rollen, kann nur durch eine Rücknahme der Ausfuhrgenehmigung verhindert werden.

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