500 Menschen bei Lingen-Demo 2017

 Mit einer internationalen Demonstration am Atomstandort Lingen haben knapp trotz Regens knapp 500  Menschen am heutigen Samstag, 9. September, ein deutliches Zeichen für einen umfassenden und sofortigen Atomausstiegs gesetzt. Die Demonstration stand unter dem Motto: „Uranfabriken in Lingen und Gronau schließen! Brennstoff-Exporte verbieten! Atomkraftwerke abschalten!“ Die Forderungen richteten sich zwei Wochen vor der Bundestagswahl an die (zukünftige) Bundesregierung sowie an die  (zukünftige) Landesregierung in Niedersachsen und die Landesregierung in NRW. Continue Reading →

Info-Veranstaltungen

Wir möchten euch im Vorfeld der Lingen-Demo (9.9.) zu folgenden Info-Veranstaltungen über den Atomstandort Lingen und die Brennelemente-Exporte nach Belgien und Co einladen:

  • 28.08.Lingen: 19.00 Uhr Kolpinghaus, Burgstraße 25
  • 28.08 Schüttorf,. 19.30 Uhr Alte Kirchschule, Kirchgasse 2
  • 29.08. Osnabrück, 19.00 Uhr Universität, EW-Gebäude, Seminarstraße 20
  • 07.09. Dülmen, 19 Uhr Hotel zum Wildpferd, Münsterstraße 52

Im Anschluss an die Demo findet am 9.9. um 18 Uhr im Kolpinghaus Lingen eine Info-Veranstaltung mit dem Redner der Demo, Almoustapha Alhacen, Sprecher der
Nichtregierungsorganisation ONG Aghirin’man (Schutz der Seele) aus Arlit (Agadez) im Niger und weiteren Gästen aus Tansania statt.

Am 10.09. gibt es um 11 Uhr eine politischen Talk mit Brunch mit Almoustapha Alhacen, weiteren Gästen aus Tansania, Sofa Münster und dem Linken Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel. Linkes Zentrum Münster, Achtermannstraße 19.

Jetzt für Lingen-Demo am 9.9.2017 mobilisieren

Liedermacher Gerd Schinkel und die Peace Development Crew aus Hannover werden am 9.9. für Musik sorgen, Redner_innen aus Belgien, Russland und dem Niger haben bereits zugesagt, Plakate und Flyer sind gedruckt, unsere Webseite zur Lingen-Demo 2017 aktualisiert (und es geht weiter…), so dass wir uns nun über tatkräftige Unterstützung bei der Mobilisierung freuen:

  • bestellt Flyer + Plakate
  • unterzeichnet den kurzen + knackigen Demo-Aufruf mit eurer Gruppe, Initiative, Umweltverband, Partei…
  • organisiert Busse und Mitfahrgelegenheiten
  • erzählt Freund_innen und Bekannten von der Demo
  • und natürlich: seid am 9.9. um 13 Uhr am Bahnhof Lingen dabei!!!

 

50.000 bei Menschenkette – Brennelemente-Export im Bundestag

50 000 Menschen kamen zur 90 km langen Menschenkette durch drei Länder von Aachen über Maastricht nach Tihange! Damit war dies mit Abstand die größte Anti-Atom-Demo seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima und ein klares Zeichen, dass nicht nur die Skandalreaktoren in Tihange und Doel, sondern auch die anderen AKW in Frankreich, den Niederlanden und hier in Deutschland sofort abgeschaltet werden müssen! Aus Münster waren zwei Bussen unterwegs und haben an der Maas mit vielen Leute aus Belgien, Frankreich und Deutschland demonstriert. Auf besonderes Interesse stießen bei den belgischen Freunden die schizophrene Haltung der Bundesumweltministerin Hendricks (SPD), die ein Abschalten von Tihange 2 und Doel 3 fordert, aber gleichzeitig Brennelemente und Uran an diese Reaktoren liefern lässt (Flyer dazu in Englisch)

Die Bundesregierung sowie die neue NRW-Landesregierung und die niedersächsische Landesregierung müssen endlich ein Exportstopp für Brennelemente aus Lingen und angereichertes Uran aus Gronau verhängen, damit die Belieferung der Pannen-Reaktoren aufhört.

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Greenpeace blockiert Brennelemtefabrik

Nach fast fünf Jahren mit Blockaden an der Brennelementefabrik ist die Brennstofflieferung aus Lingen nun deutlich mehr in den Fokus gerückt: Die Tagesschau thematisierte den Export von Brennelementen in die Risse-Reaktoren in Belgien und jetzt ist auch Greenpeace aktiv geworden und hat die Brenenlementefabrik für 11 Stunden blockiert. Die Aktivist*innen waren in einer aufwändigen Betonkonstruktion angekettet. Erneut schaffte es der Nicht-Ausstieg aus der Belieferung der Atomindustrie weltweit in die Schlagzeilen.

Mehr Informationen dazu hier bei Greenpeace

Belgische Atomkraftgegner fordern Brennelemente-Exportstopp

Brief an Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Gemeinsame Pressemitteilung vom 11.04.2017

Belgische Atomkraftgegner der Initiative „11maart beweging“ fordern in einem Schreiben an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn die umgehende Rücknahme der Ausfuhrgenehmigungen für Brennelemente aus dem emsländischen Lingen für die belgischen Pannenreaktoren in Doel und Tihange.

Die „11.-März-Bewegung“ wird in Deutschland von dem Münsteraner Fachanwalt Wilhelm Achelpöhler vertreten und von Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden solidarisch unterstützt. Das Schreiben befindet sich hier (pdf).

Die belgischen und deutschen Atomkraftgegner sind insbesondere von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks enttäuscht, die sich öffentlich zu Recht für die Stilllegung der gefährlichen Reaktoren eingesetzt hat. Inzwischen wurde aber bekannt, dass das Bundesumweltministerium über das in Atomfragen untergeordnete BAFA zeitgleich Brennelementexporte von Lingen nach Belgien durchgewunken hat, die den Weiterbetrieb just dieser Reaktoren überhaupt erst ermöglichen. Bisher haben 20 der 50 genehmigten Transporte stattgefunden. Dass innerhalb der nächsten 12 Monate weitere 30 Transporte von Lingen nach Doel oder Tihange rollen, kann nur durch eine Rücknahme der Ausfuhrgenehmigung verhindert werden.

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Brennelemente aus Lingen jetzt auch nach Tihange

Die gleiche Bundesregierung, welche öffentlich den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke in Belgien in Doel und Tihange kritisiert, genehmigte den Brennelementexport aus Lingen in eben diese Atomkraftwerke, jetzt auch in einen der umstrittesten Reaktoren in Tihange.

Diese Transportgenehmigungen mit den ersten drei Transporten im März 2017 nach Tihange wurden vom BfE veröffentlicht. Eine zunächst falsch formulierte Antwort auf eine Frage der Linken ans Bundesumweltministerium vom September 2016 nach Ausfuhgenehmigungen wurde dementsprechend korrigiert. Dort steht, dass das Bundesamt für Ausfuhrgenehmigungen am 7. Juli 2016 die Ausfuhrgenehmigung für 68 Brennelementen von Lingen nach Tihange 2 erteilt hat. Am 12. Juli folgte dann die Ausfuhrgenehmigung
für 40 Brennelementen von Lingen nach Doel 3. Die aktuellen Ausfuhrgenehmigungen für
Doel 1 und 2 stammen vom 29. Februar. Auch bei der aktuellen Kritik an den rissigen Reaktoren und laut einem Rechtsgutachten, welches Möglichkeiten zur Verweigerung der Genehmigungen aufzeigt, stoppt die Regierung die Transporte weiterhin nicht. Das ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass wir uns beim Atomausstieg nicht auf Regierungen verlassen dürfen, es hilft nur weiter aktiv zu sein.

Quellen: Aktuelle Transporgenehmigungen BfE, Bundestags-Drucksache 18/9747

Atomabkommen mit Belgien ist „Augenwischerei“

Wir dokumentieren eine Pressemitteilung vom 19.12. vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), dem Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, dem Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf und SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster:

 „Ministerin Hendricks muss Uranlieferungen aus Deutschland stoppen“ – Urananreicherung Gronau und Brennelementefabrik Lingen betroffen

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und dem westlichen Niedersachsen kritisieren das heutige Atomabkommen zwischen Bundesumweltministerin Hendricks und der belgischen Atomaufsicht. Sie halten das Abkommen für Augenwischerei, weil es selbst nach dem Eingeständnis der Ministerin keine erhöhte Sicherheit bringt.

Stattdessen fordern der BBU und die Anti-Atomkraft-Initiativen von Ministerin Hendricks, umgehend ihre eigene Beteiligung am Betrieb der belgischen Schrottreaktoren Tihange und Doel einzustellen: So werden noch immer angereichertes Uran aus NRW sowie Brennelemente aus Niedersachsen nach Belgien geliefert und sind dort erheblich für den Weiterbetrieb der AKWs mitverantwortlich. Der französische Atomkonzern Areva liefert aus Lingen mit Billigung des Bundesumweltministeriums Brennelemente für die belgischen Atommeiler Doel 1–3. Nach der aktuellen Transportliste des Bundesamtes für Strahlenschutz fanden die jüngsten Brennelementlieferungen von Lingen nach Doel gerade erst vor wenigen Tagen am 2., 7. und 12. Dezember statt (www.bfs.de)!

Aus dem westfälischen Gronau beliefert zudem der Urananreicherer Urenco nach eigenen Angaben den belgischen AKW-Betreiber Electrabel mit angereichertem Uran zur Brennelementefertigung. Auch dafür gibt es Ausfuhrgenehmigungen, die vom Bundesumweltministerium abgesegnet werden.

„Anstatt äußerst schwache Atomabkommen mit Belgien abzuschließen, sollte Bundesumweltministerin Hendricks endlich die eigenen Hausaufgaben erledigen. Die Bundesregierung ist durch die Brennelementlieferungen aus Lingen sowie den Export von angereichertem Uran aus Gronau tief in den Betrieb der Schrottreaktoren Doel und Tihange verstrickt und ist damit für Störfälle dort mitverantwortlich. Die Ministerin muss deshalb die Uranbrennstofflieferungen aus Lingen und Gronau sofort einstellen. Es kann nicht sein, dass mehrere der belgischen Pannenreaktoren mit Uranbrennstoff aus Deutschland betrieben werden,“ forderte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.